Schlicht und kontrastreich: Komposition "Take five"...

Nur fünf verschiedene Pflanzenarten auf 12 Quadratmetern: Weiß, weiß-purpur und blau sind die Blütenfarben dieser kleinen, kontrastreichen Kombination robuster Gewächse für halbschattige Plätze. Die Komposition aus unterschiedlich geformten Blättern wirkt auch dann spannend, wenn gerade mal nichts blüht.

Eine schon seit Jahrtausenden kultivierte Prachtstaude ist der auch Bärenklau genannte Acanthus mollis. Diese Art ist in Deutschland zuverlässig winterhart. Im Laufe der Jahre wird die Pflanze immer umfangreicher und bildet imposante Horste. Die grundständigen, 40 bis 60 Zentimeter langen Blätter sind tief und symmetrisch ausgeschnitten. Ihr dekoratives Muster lieferte das Vorbild für die Säulenreliefs antiker, griechischer Tempel. Über diesem ansehnlichen Blattwerk erheben sich im Frühsommer beeindruckende Blütenschäfte aus weißen Lippenblüten mit purpur überhauchten Hochblättern bis zu einem Meter hoch. Je älter die Pflanze wird, umso überwältigender ist die Blütenfülle. Auch wenn sie in Samen gehen, sehen die großen Rispen weiter gut aus. Die rötlichen Hochblätter bleiben - es bilden sich hellgrüne, dicke Samenkapseln. Sie platzen übrigens, wenn die Samen reif sind und säen sich so in einiger Entfernung zur Mutterpflanze aus. Die Sämlinge sind deutlich erkennbar - an ihren auffallend geformten Blättern im Miniformat. Solange sie klein sind, lassen sie sich einfach ausziehen. Eine erwachsene Pflanze hat ein tiefgreifendes Wurzelwerk - kein Wunder bei einem aus dem Mittelmeerraum stammenden Gewächs, das lange Trockenperioden verkraften muss. Die Blütenstände sind natürlich bestens für floristische Zwecke geeignet und lassen sich auch trocknen.

Ein weiterer unübersehbarer Langzeitblüher ist die Rispenhortensie Hydrangea paniculata 'Limelight', ein Strauch, der uns ab Juli für lange Zeit mit großen, zuerst grünlichweißen, sich später rein weiß verfärbenden Rispen verwöhnt. Sie halten sich trotz ihres Umfangs aufrecht; die Sorte 'Limelight' zeichnet sich durch ihre Standfestigkeit aus. Wahrhaftig, ganze Wolken aus zierlichen, weißen Blütenrispen über schmalen, länglichen Blättern beschert uns der dritte große Hauptdarsteller in diesem Beet, der Alpenknöterich Aconogonon speciosum 'Johanniswolke'. Den spektakulären Anblick können wir verlängern, indem wir Verblühtes rechtzeitig zurückschneiden.

Im Mai und Juni bildet die kriechende Jacobsleiter Polemonium reptans 'Blue Pearl' dichte leuchtend hellblaue Horste, 30 cm hoch. In der übrigen Zeit legt sie ihr fein gefiedertes Blattwerk den großen Pflanzen zu Füßen. Zurückhaltend, nichts als grün, und zufrieden mit den schattigsten Plätzen der Kombination zeigt sich der gewellte Hirschzungenfarn Phyllitis scolopendrium 'Crispa'. Er bietet die attraktiven, zungenförmigen, ungefiederten Blätter mit ihren auffallenden Kräuselvolants das ganze Jahr über, auch im Winter. Dann ist der bescheidene Begleiter des Sommers zum Hauptdarsteller geworden.

Abmessungen dieses Staudenbeets

3 m mal 4 m = 12 Quadratmeter

Diese Pflanzenkombination besteht aus

  •    5 Acanthus mollis
  •    2 Aconogonon speciosum 'Johanniswolke'
  •    9 Phyllitis scolopendrium 'Crispa'
  •  30 Polemonium reptans 'Blue Pearl'
  •    1 Hydrangea paniculata 'Limelight'

 

Bilder zum Pflanzplan mit einer Rispen-Hortensie, Bergknöterich, Akanthus, Kriechenden Jakobsleitern und Wellen-Hirschzungenfarnen

Hier können Sie sich durch die Blütemonate des Staudenbeetes klicken.
Blütemonat Mai
Blütemonat Juni
Blütemonat Juli
Blütemonat August
Blütemonat September